Maßnahmen im Gebäudebestand können sein:
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Ergreifen von Energiesparmaßnamen die z.B. den Heizwärmebedarf und den Warmwasser-Wärmebedarf drastisch senken helfen .
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Überprüfung des Nutzerverhaltens und Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten durch z.B. Einsatz von kontrollierter Wohnraumlüftung.
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Einsatz von moderner Heiztechnik, welche die Brennstoffverbräuche drastisch reduzieren können.
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Einsatz von regenerativer Energie, wie z.B. Solaranlagen, Geothermie, fester Biomasse wie Pellets oder Holzhackschnitzel.
A - Maßnahmen an der Gebäudehülle:
Einbau von Dämmstoffen:
Am Markt gibt es eine Vielzahl von Dämmstoffen aus:
- Schaumkunststoffen wie Polysyrol (z.B. Styropor) oder Polyurethan und Extruderschäumen
- Geschäumten Glas als so genanntes Schaumglas
- Mineralfasern wie Steinwolle oder Glaswolle
- nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Kork, Hanf, u.v.m.
Diese Vielfalt von Dämmstoffen hat auch eine Vielfalt von individuellen Eigenschaften aufzuweisen, die es verantwortlich gilt einzusetzen:
- mögliche Schichtdicken je nach Lieferprogramm
- Anforderungen an Verarbeitbarkeit und Befestigungstechniken
- Einteilung in Wärmeleitgruppen (Aussage über die Wärmedämmeingenschaft)
- Eigenschaften hinsichtlich Dampfdiffusion (Feuchteschutzrelevant)
- Brandschutzeigenschaften
- Schallschutzeigenschaften (Luft- und Körperschall / Trittschallschutz)
Erneuerung von Fenster- und Außentürelementen:
Die Erneuerung von älteren Fenster- und Außentürelementen ist als sinnvoll zu betrachten, da hier
wärmedämmtechnisch gesehen sehr große Unterschiede im Bestand zu erkennen sind. Vergleicht man den
U-Wert (früher k-Wert) solcher Elemente, kann aufgezeigt werden, dass über solche Flächen erhebliche
Wärmeverluste zu verzeichnen sind.
Dichtigkeit der Elemente:
Moderne Konstruktionen sind deutlich Wind- und luftdichter als alte Konstruktionen.
Dies hat den Vorteil, dass die Lüftungswärmeverluste reduziert werden,
was Energieeinsparung zusätzlich bringt,
allerdings ein bisher vorhandener Luftwechsel ebenfalls reduziert wird.
Bei nicht ausreichend wärmegedämmter Gebäudehülle und entsprechenden vorhandenen
Wärmebrücken kann im Zusammenspiel von Außentemperatur / vorhandener Raumtemperatur
und relativen Luftfeuchtigkeit im Raum Schimmelpilzgefahr bestehen,
oder sich die Gefahr verstärken und entsprechende Schäden hervorrufen.
Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, dass die bauphysikalischen Zusammenhänge erkannt
und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung !
B - Maßnahmen an der Anlagentechnik:
Eine Vielzahl von Wärmeerzeugern und Erzeugern von elektrischer Energie stehen zur Verfügung. Hier ist sorgfältig zu überprüfen inwieweit eine Erneuerung der Anlagentechnik sinnvoll ist und welche Anlagenarten oder Kombinationen daraus gewählt werden.
Nachfolgend werden die wichtigsten Wärmeerzeuger (mit Einsatz im Bereich des Wohnens und Arbeitens) unterschieden nach eingesetzten Primärenergien:
- Heizöl:
- fossiler, endlicher Brennstoff, großteils Bezug aus dem Ausland
- Erdgas:
- ebenfalls fossiler, endlicher Brennstoff, großteils Bezug aus dem Ausland
- Elektrischer Strom:
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Wärmepumpenheizung
- Außenaufstellung mit Nutzung der Wärme aus der Umgebungsluft
- Innenaufstellung mit Nutzung der Erdwärme
- Innenaufstellung mit Nutzung der Grundwasserwärme
- Nachtspeicherheizungen
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Solare Energiequellen:
- Solarthermische Anlagen zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung
- Photovoltaik Gewinnung von elektrischer Energie durch Sonnenstrahlung
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Sonderform: Solare Wärmegewinne durch sinnvoll angeordnete Fensterflächen
- Sonderform: Einsatz von transparenter Wärmedämmung als Fassadenplatten
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Einsatz von fester Biomasse (z.B. Holz):
- Holzpelletkessel
- Hackschnitzelkessel
- Stückholzkessel
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Flüssigkraftstoff o. gasförmige Kraftstoffe (fossile oder regenerative Produkte):
- Einsatz in Mini-Blockheizkraftwerken
(Gewinnung von Wärmeenergie und elektr. Energie)
Weitere einsetzbare haustechnische Anlagen:
Kontrollierte Wohnraumlüftung:
- Mit Wärmerückgewinnung aus der Abluftmenge
und weitere mehr
Eine Auswahl von oben genannten Anlagentechniken, oder die Kombination solcher, sollte durch den Gebäudeeigentümer immer nur nach einer umfassenden Beratung vorgenommen werden.
Es sind eine Reihe von Entscheidungskriterien zu berücksichtigen, welche sich insbesondere nach den örtlichen und baulichen Randbedingungen zu orientieren haben und entsprechend dem Nutzerverhalten zu bestimmen sind.